Herrliches Am Wind Segeln vor Timmendorf/Insel Poel

Glück vor Poel

Nach schleichend träger Fahrt bei einem lauen Lüftchen hat der Wind an diesem schwülen Augusttag vor der Insel Poel ein Einsehen. Er honoriert das tapfere Warten auf unserem Kurs von Kühlungsborn, beschert uns nach der Agonie einer Flaute plötzlich mit stetigen Drei aus Süd dieses köstliche Segel-Highlight. Das Boot eilt mit dicht geholten Tüchern durch das Wasser. Der neue Yankee, die neue 20 qm Starkwindfock, liegt einsatzbereit auf dem rechten Kajütdach. Heute werden wir ihn heute nicht setzen.

Das Ufer der weit geschwungenen Wohlenberger Wiek wächst vor uns im Dunst aus dem Horizont. Was für ein Genuß und welche Freude zu erleben, was die neue, flach geschnittene 30 qm Fock aus dem Boot macht. Ich bin nun die zweite Saison mit dem Tuch unterwegs – und ich freue mich immer noch sehr darüber. Welcher Spaß im Vergleich zur trägen Fahrt bei umlaufend achterlichem Wind, als wir draußen vor Rerik unser Glück mit Spinnaker versuchten. Es war ein großer Aufwand für – fast Nichts. Manchmal muß die Plackerei unter flappenden Segeln bei sengender Sonne schlicht ertragen werden. Es war die Vorbereitung dieses seglerischen Nirwana. Es findet etwa eine Meile draußen vor Poel statt, wo alles paßt und es läuft. Man schätzt den Wind erst, wenn es ihn vorher nicht gab.