Kleine und große Kapitäne © Erdmann Braschos

Kleine und große Kapitäne © Erdmann Braschos

Gerade für beruflich eingespannte Väter, die wenig Zeit mit Ihren Kindern verbringen können, ist ein Ausflug in die maritime Welt interessant. Bereits elementare, vermeintlich kleine Dinge wie Ablegen, Segel setzen oder die lautlose Fortbewegung nur mit dem Wind werden staunend beobachtet.

Stolz übernehmen Kinder das Steuer und probieren gemeinsam mit ihrem Vater aus, wie das Boot auf Kursänderungen oder den Wind reagiert. Eine Herausforderung ist es, einen bestimmten Kurs zu steuern. Sei es auf eine Boje oder Leuchtturm zu, oder nach Kompass zu segeln. Die Begegnung mit „großen Pötten“, wie sie aus Kinderbüchern oder Fernsehsendungen bekannt sind, mit Fähren, RoRo- und Containerschiffen, Holz- und Papierfrachtern oder Tankern auf der Ostsee begeistert.

Nach dem Festmachen in Grömitz © Erdmann Braschos

Nach dem Festmachen in Grömitz © Erdmann Braschos

Mit Siebenjährigen macht es bereits Sinn, an Bord zu gehen. Älteren mit Grundkenntnissen in Geometrie macht der Blick auf die Seekarte Spaß. Dann wird mit Bleistift und Lineal ein Kurs eingezeichnet, die Gradzahl ermittelt und dem Steuermann (dem Vater) gesagt. Es macht mir Spaß, den Segelbazillus weiterzugeben und Kinder für’s Segeln zu begeistern.

Je nach Alter und Wetter segeln wir kürzere Strecken. Ich habe mehrere Familien- und Väter-/Kindertörns gesegelt und bin übrigens selbst Vater eines neunjährigen Sohnes.