Starkwindsegeln © malsegeln

Starkwindsegeln bei sieben Windstärken – Foto malsegeln

Außer sonnigen Segelstunden mit leichter Brise gibt es auf der Ostsee durchwachsene Tage mit reichlich Wind. Die meisten Charter- und Tourenboote bleiben dann mangels Erfahrung oder Vertrauen in Boot und Besatzung im Hafen.

Die Nähe zum Wasser macht Spaß - Foto Moritz Friedl

Die Nähe zum Wasser macht Spaß – Foto Moritz Friedl

An Bord von Gamle Swede haben Sie mit selten oder noch nie gemachten Manövern bei Seitenwind in engen Häfen keinen Stress. Auch ein Wetterwechsel draußen auf See ist kein Grund zu Sorge. Denn Sie sind mit einem versierten Segler unterwegs. Ich segele Gamle Swede schon lange havariefrei.

Jedes Manöver wird vorher erklärt. Wir reffen gemeinsam oder ich mache es selbst. Auch mit Untiefen und Kurswahl oder der Bordtechnik müssen Sie sich nicht befassen. So genießen Sie die Auszeit an Bord in vollen Zügen.

Eine gute Mitsegelgelegenheit für Anfänger

In der Kieler Bucht © Barbara Wasner

Seegang in der Kieler Bucht – Foto Barbara Wasner

Voraussetzung zum richtigen Segeln ist die zweckmäßige Ausstattung des Bootes. Zum Beispiel mit einem Profilstag und passenden Vorsegeln anstelle üblicher Rollanlagen. Teils eingewickelte und flatternde Vorsegel sind zwar bequem, zum richtigen Segeln aber meiner Meinung nach ungeeignet. Das Großsegel wird richtig, mit dem bewährten Bindereff, reduziert. Das geht schnell, hält und fährt. Drei Reffreihen decken ein Windspektrum bis (ausprobierte) neun Windstärken ab. Neue Winschen und die sogenannte Powerkurbel, eine Winschkurbel mit zwei Griffen übereinander, erleichtern die Handhabung des Bootes.

Mit kleinen flachen Tüchern ist das Schiff ausgewogen besegelt. Wie wiederholt ausprobiert lässt sich mit 42 qm (Sturmfock und 2 x gerefftes Groß) auch bei stürmischen Bedingungen zügig unter Land kreuzen. Wenn es sein muss, binden wir das dritte Reff ein und segeln sicher mit ganzen 34 qm weiter.

Wenn es also unterwegs einmal stark weht, segeln wir mit klassischer, von der Pieke auf gelernter Seemannschaft weiter. Das macht mehr Spaß, als bei Starkwind den Volvo anzuwerfen.